Über Navigationssysteme und Metakodierung

Zwei Aufsätze über Medienphilosophie haben mich inspiriert, nicht weil sie mir ein Thema boten, sondern weil ich mich in die Lage versetzt fühlte: Das kannst Du auch, habe ich gedacht.

Ich packte mein Rüstzeug aus, McLuhan, Innis und Co, warf’s mit meinen eigenen Gedanken in einen Topf und erinnerte mich an einen Testbericht für ein Mobiltelefon mit Navigationssystem. Heraus kam ein Pamphlet, in dem ich ein paar Gedanken fallen lasse, wie es denn so ist, wenn man den Körper mittels Technik erweitert (McLuhan) und wohin aber auch die Literalisierung in einem zweiten Schritt führt (Innis). Für Innis bedeutet sie den Anfang vom Ende, er hat wahrscheinlich zu viel Nietzsche gelesen. Im Ende führt der Essay uns zu der Einsicht, was Mediatisierung eigentlich mit uns anstellt. Metakodierung, und dann?!

Von Leihwagen und Beulen

Und es ist Sommer. Schon wieder, und am liebsten immer wieder. Man checkt ein, auch wir geleiten unser Gepäck zur Aufgabe. Du verabschiedest Dich von deinen Eltern, auch ich werde von deiner Mutter umarmt, schüttle deinem Vater die Hand. Es kommt nicht so wie geplant, anders als gedacht. Sind wir doch jetzt schon nicht mehr dieselben Zwei, wie noch im letzten Jahr. An der Oberfläche ähnelt das Prozedere dem letztjährigen. Continue reading “Von Leihwagen und Beulen”

Knowing how and knowing that

In der Wissenschaft – und dies ist ein sehr weiter Begriff – gibt es die Annahme von kognitiven Repräsentationen. Gleichwie gibt es zwei autonom gedachte Sphären, die des Wissens und die des Könnens. Erkenntnistheorie und Philosophie behandeln den Aspekt des Könnens stiefmütterlich. Das allerdings möchte ein interdisziplinäres Projekt verschiedener Hochschulen (Bonn, Hamburg, Köln u. Tübingen) und verschiedener Fakultäten (z. B. Psychologie, Philosophie, Neurowissenschaften, etc.) ändern.

Gleichwie veranstalten die Projektmitglieder dieses Jahr einen Workshop. Interessierte müssen sich (kostenlos), wegen der begrenzten Teilnehmerzahl anmelden, per E-Mail bei: elvira.hanisch@uni-bonn.de

[zitat urheber=”x” ausrichtung=”mitte”]”Im Rahmen dieses Forschungsverbundes findet vom Donnerstag, 24. August 2006, bis Freitag, 25. August 2006 ein internationaler Workshop mit dem Titel “Knowing how and knowing that in space” statt, Veranstaltungsort ist der Uni-Club in der Konviktstrasse in Bonn.”[/zitat]

Folgendes Vortragsprogramm wird geboten:

  • Marios Avraamides: Reference Frame Conflicts in Reasoning about Spatial Environments
  • Tom Hartley: A Sense of Location
  • Roberta L. Klatzky: Functional Equivalence of Spatial Representations Formed from Direct Perception vs. Spatial Language
  • Mark May & Kai Vogeley: Remembering Where on the Basis of Spatial Actions and Language
  • John Rieser: Spatial Integration and How Locomotion Comes to be Coupled with Representations during Dynamic Spatial Orientation
  • Ipke Wachsmuth: Representation and Processing of Shape in Coverbal Iconic Gestures
  • Jeffrey Zacks: Components of Visuospatial Image Transformations

Blut spucken – Neulich bei Hustelinchen daheim…

Hustelinchen (H) und ein Freund von ihr, der Geek (G), sitzen bei H daheim im Zimmer herum. Sie hocken gemeinsam vor dem Computer. Als H dem G eine Frage stellt, ist der erst eine Weile mit dem Internetbrowser beschäftigt, ehe er sich in den Dialog einschaltet.
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She

Wovon redet der Kerl jetzt schon wieder? – Pardon, schreibt er nun… Ganze zwei Jahre ist es her, und die Single ist ausverkauft, zumindest bei Amazon. Im Juli 2004 ließen Groove Coverage es sich nicht nehmen, einen Titel auf ihr damaliges Album zu packen, der gänzlich unterscheidbar war von allem, das man bis dahin von der Combo gewöhnt war. Mainstream hin, Frühlingsgefühle her! Der Mai sagt auf Wiedersehen und die Sonne bald solange guten Tag, dass die Stechmücken die e-Funktion in praxi ausfüllen. Offensichtlich wurde das damalige Maxi-CD-Cover jedoch nicht für einen Sommerhit entworfen. Wer bitteschön steht darauf in Pumps zu schwitzen, außer vielleicht ein paar torkelnde Transvestiten auf der Loveparade. Take it easy – swing – der Grundtenor von diesem Song geht an die Nieren, oder auch nicht. Wer leisure time beschwingt musikalisch untermalen möchte, der darf die Single getrost auflegen, auch zwei Jahre, nachdem sie erschien. Jeder darf, keiner muss und alle, die’s tun, werden ihr noch gerecht werden.
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Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

März 2005: Zur Monatsmitte kommt aus dem UIP-Filmverleih ein Universal-Studios Horror-Thriller in die deutschen Kinos. Ein Jahr und zweieinhalb Monate später flimmert derselbe Film über meine Mattscheibe. Die US-amerikanisch-neuseeländische Co-Produktion ist zu subtil für einen Film von der Stange, allerdings auch nicht zu authentisch, um wesentlich höher eingestuft werden zu können. Boogeyman – der schwarze Mann, erzählt die Geschichte eines adulten Jugendlichen, der in seiner Kinderzeit eine grausige Geschichte von seinem Vater erzählt bekommen hat, die ihm eine Menge schlafloser Nächte bereitete und nach dem Tod seiner Eltern neurotische Wesenszüge annimmt.
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Kopflos

Die Kurzgeschichte Kopflos, eine der anderen Art, möchte ich euch heute vorstellen. Sie ist, wie so oft, zunächst auf dem Papier entstanden. Sie durchlief vier Stadien, ehe sie beim Abtippen ein fünftes, finales Stadium erreichte. Sodann ließ ich sie in den Händen einiger Erlesener kreisen, und kann sie nun ruhigen Gewissens auch der Blog-Leserschaft präsentieren. Viel Spaß beim Lesen.