Kraftprotz

Wenn ich nicht der Stärkere sein will, bin ich dann automatisch der Schwächere? Wohl kaum, aber eben doch. Wenn wir in unseren Kategorien, Registern, in der Struktur und Formel unserer Weltgesellschaft einander begegnen und Bedeutungen erzeugen, dann geht es doch genau darum?! Was, wenn ich mich nicht darum kümmer, was der andere von mir denkt? Am Ende heißt es, nicht Kommunizieren geht nicht, weil auch das ein Ausdruck sei. Aber doch auch nur, wenn man einen Rahmen steckt, in dem das der Fall ist. Lassen wir also alles fallen und begeben uns zu neuen Ufern? Gibt es eine Welt dahinter?! Wo kommen wir her, und wo wollen wir hin?
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Marx’ Utopie einer kommunistischen Gesellschaft

Die folgenden Zeilen fassen ein weiteres, insgesamt recht kurzes, Kapitel in Iring Fetschers Buch Marx zusammen. Fetscher selbst nennt manche der Gedanken Marx’ utopisch, deshalb erscheint der gewählte Titel zumindest in einer Hinsicht gerechtfertigt. Man selbst kann, wenn man die bislang hier erschienenen Zusammenfassungen vor dem eigenen geistigten Auge resümiert, nicht ohne Vorbehalte zu der gleichen Annahme kommen, respektive kann manche Idealist in den Ideen Marx’ nicht nur Utopien erkennen (wollen).
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Der Insel Felsenburg zuvorkommen

Dieser Roman aus der Mitte des 18ten Jahrhunderts ist unter den Zeitgenossen damals ein viel gelesenes Buch gewesen. Bringt man das bisschen Vorwissen, welches ich hatte bevor ich es erwarb, zusammen mit Gedanken an Schokoraspeln, endet man schnell in einer Utopie der neuen Gesellschaftsordnung. Auch ist ein Ansatz einer autarken Gesellschaftsordnung gekoppelt mit Elementen einer “Robinsonade” – wie man in der Literaturwissenschaft und anderen Bereichen einen Roman bezeichnet, der gewisse strukturelle Ähnlichkeiten mit Daniel Defoes Robinson Crusoe aufweist –, in der Geschichte bereits vorhanden. Doch der Geistesblitz traf mich, ohne sie (Die Insel Felsenburg) gelesen zu haben, am Küchentisch im Haus meiner Freundin.
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