Schluss, Aus Frau B.

Ich habe fertig, kann ich erneut von mir behaupten. Dieses Mal habe ich nicht die Hausarbeit über die Funktion von Zeichensetzung fertig, sondern inkl. Anmerkungen die bald 300 Seiten von Christa Bürgers Mein Weg durch die Literaturwissenschaft. Das abschließende Kapitel 28 Das Denken des Lebens gehört zu den längeren des Buches. Inhaltlich hat es mich unmittelbar zu Beginn und dann erst wieder am Ende des Kapitels beschäftigt.
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Leisen Abgesang

Den übt Christa Bürger im vorletzten, relativ kurzen Kapitel 27 Bettina/Bettine. Es ist nicht viel über das Kapitel zu schreiben, außer das Bürger immer wieder die erfundene Bettine, ein kleines Mädchen, eine Figur von Karoline von Günderode, einer Freundin von Bettina von Arnim, mit der zuletzt genannten, und speziell deren Leben und Person, in einen dialektischen Erkenntnisprozess bringt. Wichtiger werden die Ergebnisse des letzten, 28ten Kapitels werden.
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Was ist mit den Frauen?

Derart muss man die Frage nach dem Inhalt des 26ten Kapitels “Dilletantism der Weiber” in Christa Bürgers Buch Mein Weg durch die Literaturwissenschaft stellen. Zunächst beschreibt Bürger einen Richtungswechsel in ihrer eigenen Forschung. Während sie sich vormals auf der Suche nach einer Methodologie der Literaturwissenschaft befand, ist ihr Weg über die Arbeit an dem Begriff der Institution Kunst und Literatur in Richtung einer Literatur von Frauen gedriftet (vgl. S. 239). Mit Blick auf die Institution und deren Tradition lässt sich das Schreiben von Frauen nicht nachträglich aufwerten (vgl. ebd.). Der Blick muss also hinter die Institution fallen, er muss sich von der Dichotomie Werk/Nicht-Werk lösen (vgl. S. 240).
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Dichotomie

… ist ein Stichwort mit dem Christa Bürger in einem Wort sehr viel von der Situation aus dem Ende des 18ten Jahrhunderts und den Anfängen des 19ten Jahrhunderts, also der Epoche der Weimarer Klassik, zusammenfassen kann. Das 24te Kapitel ist nicht umsonst genauso (Dichotomie) überschrieben. Zwar beginnt Bürger zunächst mit einer Impression über zwei Frauen aus der Institution der Literatur, verliert sich dann jedoch in der Diskussion um die Dichotomisierung der damaligen Zeit. Sie schreibt über einen sich damals vollziehenden Trennungsprozess, der zur Trennung von hoher und niederer Literatur führte.
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Goethe gegen die Frauen?!

Kapitel 23 Goethe in Christa Bürgers Buch Mein Weg durch die Literaturwissenschaft lässt zumindest erahnen, dass das Selbstverständnis Goethes nicht gerade emanzipiert und ohne Angst gegenüber dem anderen Geschlecht geformt gewesen sein muss. Interessant ist, dass Bürger dieses Kapitel zunächst mit dem Verweis auf einen eigenen Aufsatz beginnt, in dem der
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Reisen…

… ist offensichtlich nicht die Sache von Christa und Peter Bürger. Zumindest war es “für die Lebens- und Arbeitsform, die [sie] gewählt hatten, nicht zuträglich” (S. 182). Im 22. Kapitel Reisen in Christa Bürgers Mein Weg durch die Literaturwissenschaft wird im Prinzip lediglich eine Wertung der vielen Reisen und Auftritte an verschiedenen Orten in der Welt in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts vorgenommen.
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Institution Kunst/Literatur

In der Auseinandersetzung mit dem 17ten Kapitel aus Christa Bürgers Buch Mein Weg durch die Literaturwissenschaft ist aufgefallen, dass der dort eruierte Begriff einer kritisch reflexiven Literaturwissenschaft noch arg im Dunkeln belassen wurde, und die Auseinandersetzung insgesamt recht abstrakt anmutete. In der folgenden Beschreibung des 21ten Kapitels Institution Kunst/Literatur scheint die Thematik etwas konkreter behandelt zu werden.
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Projekt kritische Literaturwissenschaft

Die Artikelüberschrift entspricht der Kapitelüberschrift in Christa Bürgers Buch, genauer gesagt der des 17ten Kapitels, Mein Weg durch die Literaturwissenschaft. Sowohl an dieser Stelle als auch in Christa Bürgers Buch wird das, was eine kritische Literaturwissenschaft ausmacht nur angeschnitten. Zwei zentrale Fragen stellt Bürger ziemlich bald zu Beginn des Kapitels, nämlich: “Wie ist eine kritische Literaturwissenschaft zu denken?” und “Wie sind ihre Begriffe zu entwickeln?” (S. 134). Eine eindeutige Antwort auf diese beiden Fragen wird man im Text vergebens suchen. Lediglich vereinzelte Hinweise darauf, welche Positionen von anderen Autoren, und in Abgrenzung oder Analogie zu diesen die eigenen Positionen, eine kritische Literaturwissenschaft im Sinne Peter und Christa Bürgers konstituieren. So sollen denn auch hier einige Anhaltspunkte genannt werden, an denen man sich abarbeiten muss, möchte man ein differenziertes Bild von Bürgers kritischer Literaturwissenschaft (im Folgenden mit KLW abgekürzt) erhalten. Unmittelbar nach diesen beiden Fragen folgt jene: “Waren wir Marxisten?” (ebd.).
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Christa Bürgers Ideologiekritik

Ich will ehrlich sein und zunächst den suggestiven Titel ein wenig seiner Magie entzaubern. Der folgende Artikel beschäftigt sich nämlich nur mit einem Kapitel, genauer gesagt dem 4ten Kapitel, aus Christa Bürgers Buch Mein Weg durch die Literaturwissenschaft.

Das Buch ist Grundlage eines Proseminars III, das ich dieses Semester in der Literaturgeschichte belegt habe und eine Mischung aus Autobiographie und historischem Bericht einer gewollten Außenseiterin der literarischen Sphären, die in ihrem Buch literaturwissenschaftliche, theoretische Anliegen formuliert.
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