Fettleibigkeit contra Magersucht

“Ein Mensch verhungert innerhalb von zwei Wochen, an Übergewicht stirbt er erst innerhalb von 20 Jahren.”

(Nele Husmann, P. M. 07/2004, S. 64)

Gesagt hat ihn wohl noch niemand, geschrieben hat ihn die Redakteurin der P. M.-Zeitschrift im Kontext eines Artikels über Fettleibigkeit als Krankheit, die mittels einer Virenerkrankung zumindest in Teilen zusammenhängt und nachgewiesen werden kann. Der Satz lässt zynisch fragen, was nun besser sei, Magersucht oder Fettleibigkeit. Mit beidem ist nicht zu spaßen, und deshalb sollte man versuchen, hinter dieser Aussage nicht den eigenen Sinn für Humor zu sehr ins Zentrum stellen zu wollen.

Pro 7 ignorierte Tod des Papstes – na und?

Der Mediennachrichtendienst DWDL kommentiert das Verhalten des Fernsehsenders Pro 7 zum Zeitpunkt des Todes von Papst Johannes Paul II (vgl. dazu den entsprechenden Artikel auf DWDL.de). Der Autor selbst diskutiert hier die Frage, ob und warum es nicht korrekt von Pro 7 gewesen sein sollte, den Spielfilm Stirb langsam weiter zu senden, als längst alle großen Sender ihr reguläres Programm unterbrochen hatten und vom Tod des Papstes berichteten. So sehr der Autor auch versucht seine Äußerungen kontrovers erscheinen zu lassen, seine eigene Intention ist klar erkennbar. Er selbst ist der Meinung, dass Pro 7 damit einen Fehler, wenn nicht sogar einen Tabubruch, begangen hat. Via Leserbrief habe ich bereits dem entsprechenden Autor meine Meinung kund getan, möchte aber, ob der Aktualität des Themas, an dieser Stelle noch einmal dazu äußern. Der verantwortliche Redakteur bei DWDL.de, T. L. wirft dem Sender Pro 7, der “erst vor einem halben Jahr eine Informationsoffensive gestartet hatte”, schlecht vorbereitet gewesen zu sein (vgl. ebd.).
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William and Mary

So lautet der Titel einer weiteren Kurzgeschichte von Roald Dahl, die ich gelesen habe. Eine süffisante Kurzgeschichte, die auf eine unkonventionelle Weise von den Machtverhältnissen innerhalb einer Ehe erzählt. William stellt sich, respektive sein Gehirn, kurz vor dem Tode für eine Experiment zur Verfügung welches glückt. Erstaunlich ist die Wendung, die dadurch im Machtverhältnis von William und Mary entstehen wird und erstaunlich ist außerdem, wie Dahl es schafft, gewisse Charaktereigenschaften in den Figuren aber auch im Leser, der sich mit den Figuren auf (irgend)eine Weise identifiziert, derart heraus zu stellen, dass sie am Ende sogar den eigentlichen Inhalt der Geschichte darstellen. Wer wissen möchte, um welche Charaktereigenschaft es sich handelt, sollte vielleicht selbst bei Dahl nachlesen.
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Schlafes Bruder

In der griechischen Mythologie ist der Tod der Bruder des Schlafs. Was sich die alten Griechen dabei wohl gedacht haben, wir werden es vielleicht nicht mehr nachempfinden können. Trotz allem warte ich und warten wir eventuell auf einen Quantensprung der Evolution. Essen, Schlafen, Atmen… der Mensch ist im Grunde ein äußerst rückständiges Lebewesen, verglichen zu… ja zu allem, was bislang nur als Fiktion gelten kann, da wir es noch nicht kennen. Es ist die Angst vorm Schlaf ein Impuls der Rastlosen. Frohes Schaffen allen da draußen.