Auer contra Brecht: Warum Episches Theater nicht funktionieren kann?

Eine mögliche Antwort auf die Frage, warum Episches Theater nach dem Vorbild von Bertold Brecht nicht funktionieren kann, kommt aus dem Bereich der Soziolinguistik und Psychologie. Kontextualisierung Mitte bis Ende der 1970er Jahre entwickelten in diesem Forschungsbereich die Eheleute Gumperz den Begriff der Kontextualisierung. Anders als der in der Linguistik bis dahin angenommene Begriff des […]

Gauguin, Cezanne, Van Gogh und andere malten Fotos ab

Malen nach Zahlen ist ein Kinderspielzeug. Abpausen gehört hingegen für Comiczeichner, jedenfalls als Technik, unbedingt dazu. Meist jedoch pausen diese ihre eigens gezeichneten Vorlagen. Auch große Maler, sie ließen sich inspirieren. Ob man in die freie Wildbahn geht und die Kombination von Auge und Gehirn dazu nutzt, eine Vorlage realiter zu sehen, oder ob man […]

Über Navigationssysteme und Metakodierung

Zwei Aufsätze über Medienphilosophie haben mich inspiriert, nicht weil sie mir ein Thema boten, sondern weil ich mich in die Lage versetzt fühlte: Das kannst Du auch, habe ich gedacht. Ich packte mein Rüstzeug aus, McLuhan, Innis und Co, warf’s mit meinen eigenen Gedanken in einen Topf und erinnerte mich an einen Testbericht für ein […]

Knowing how and knowing that

In der Wissenschaft – und dies ist ein sehr weiter Begriff – gibt es die Annahme von kognitiven Repräsentationen. Gleichwie gibt es zwei autonom gedachte Sphären, die des Wissens und die des Könnens. Erkenntnistheorie und Philosophie behandeln den Aspekt des Könnens stiefmütterlich. Das allerdings möchte ein interdisziplinäres Projekt verschiedener Hochschulen (Bonn, Hamburg, Köln u. Tübingen) […]

Episches Theater à la Brecht

In der Literaturwissenschaft gibt es Vertreter, die an Brechts Konzeption eines Epischen Theaters nichts Neues entdecken wollen und sie auf wenige Elemente zu reduzieren versuchen. Es gibt in der Literaturwissenschaft jedoch ebenso Vertreter, die Brechts Theatertheorie nebulös und verworren finden, und sie um jeden Preis als anti-aristotelisch bezeichnen wollen. Bekanntlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Doppelter Abschied von Kochberg

Mit dem Titel dieses Artikels hat auch Ulrich Kaufmann einen von ihm erschienen Aufsatz benannt. Erschienen ist der Aufsatz in einem Sammelband Jakob Michael Reinhold Lenz: Vom Sturm und Drang zur Moderne (2001). Herausgegeben wurde der Sammelband im übrigen von Andreas Meier. Inhaltlich versucht Kaufmann ein Gedicht von Volker Braun mit einem von JMR Lenz […]

Eine runde Sache

Nicht unbedingt wegen des eierköpfigen Trägers, trägt der Artikel diese Überschrift, sondern wegen dessen umfassenden Ausarbeitung. Gotthold Ephraim Lessing – Gott hab ihn selig – wurde 1729 in Kamenz geboren und verschied im Februar 1781 in der Stadt Braunschweig, die noch heute Stolz auf das Ableben Lessings sein kann. In der Doppeldeutigkeit dieser Anmerkungen muss […]

Vor die Deutschen – Gottsched

Dreißigjährig veröffentlicht Johann Christoph Gottsched im Jahr 1730 seine poetologische Abhandlung Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen. Seine Lebenszeit hatte zu diesem Zeitpunkt die erste Hälfte noch nicht erreicht. Geboren um die Jahrhundertwende, im Jahr 1700 in Juditten, starb Gottsched mit sechsundsechzig Jahren. Gottsched erneuerte (?) das deutsche Drama, indem er es sehr stark […]