Bonn Voyage

Bonn Voyage, so hieß das Onlinemagazin, für welches das dot.ter-Team samt 4 anderen Jugendlichen unter der Schirmherrschaft der SAN e.V. in Bonn am 01. und 02.07.1999 gearbeitet hat. Ich war mit dabei und – ihr werdet es nicht glauben – bin total begeistert aus Bonn wiedergekehrt. Niemals zuvor habe ich so viele bekannte Leute zu Gesicht bekommen. Wenn man Politiker überhaupt als solche einstufen will. Einige Medienleute blieben ebenfalls der Veranstaltung nicht fern. Joschka Fischer mal nicht im Fernsehen sehen, sondern live, das war schon was wert. Aber auch unerwartet zu dem Glück zu kommen, mit Roland Koch, dem derzeitigen Bundesratspräsidenten der CDU, ein Interview zu führen [Redis wo wart ihr alle???], ist schon prima. Politiker sind insgesamt nicht so unnahbar, wie es vielleicht in der Öffentlichkeit den Anschein hat. Joschka Fischer gab unserer 13-jährigen Kollegin Katrin selbst vor der Toilette im Bundesrat ein Interview. Die Reporterin vom ZDF hingegen, musste ohne ein paar Worte Fischers wieder ins Sendezentrum zurückkehren.

Die Unterkunft in einer Jugendherberge in Bonn war eine Abwechslung, zumal die beiden Betreuer, beide noch nicht all zu alt, sich am Abend noch mit uns an einen Tisch setzten und eine lockere Stimmung unter uns allen herrschte. Auch M. trug dazu bei und erheiterte uns in der Nacht noch mit seinen Eigenheiten, obwohl wir alle ziemlich müde waren. Heute, da M. Geburtstag hat, gönnen wir ihm noch ein paar mehr Zeilen. So manche Gespräche mit ihm waren wirklich aufschlussreich. Wir waren uns einig, dass K. noch ein wenig zu jung, aber trotzdem ansehnlich gewesen ist und dass S. nen bezaubernden Hintern hatte, auch wenn ihre Einstellung nicht immer ganz der unsrigen entsprach. Welche bleibenden Schäden trage ich davon? So weit ich es beurteilen kann, keine! Trotzdem, wenn unser Stand von den Tausenden Besuchern an diesen Tagen zu oft für einen Informationsstand gehalten worden war, und wir oft genug erklärten, dass wir ein völlig anderes Projekt darzustellen versuchten, so ist es doch am Ende eine gewisse Befriedigung, vielen Leuten zumindest ein klein wenig geholfen zu haben. Mitnehmen aus Bonn tue ich Einiges. Neben den Eindrücken, die ich hier kurz angerissen habe, unter anderem auch noch einen SAN e.V.-Button und einen besonderen Ausweis, der uns dazu berechtigte, auf Kosten anderer zu speisen und zu hausen – auch nicht schlecht, oder?

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