Strukturale Sprachwissenschaft

So viel Zeit muss sein. Dieser Aufsatz (Strukturale Sprachwissenschaft) ist, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls Thema der mündlichen Zwischenprüfung. Die Arbeiten von Christian Stetter deuten mitunter sprachlich-stilistisch an, auf welche Sockel von Erfahrung er seine Aussagen zu stellen vermag. Der Zugang wird dadurch nicht immer erleichtert, dennoch hat ein jedes dieser Werke seinen Gewinn bringenden Nutzen. Kommen wir zunächst zur kurzen Einleitung, die Stetter seiner Ausarbeitung voran stellt. In ihr deutet er an, dass es mit der Sprachtheorie und der Sprachphilosophie zwei unterschiedliche Arbeitsbereiche gibt, die sich mit jeweils unterschiedlichen Objekten befassen.

Die Sprachtheorie beschäftigt sich mit dem Objekt der Sprachwissenschaft und die Sprachphilosophie sich mit den

“Limitierungen, denen unsere Vorbegriffe von Sprache unterworfen werden müssen, damit Sprachwissenschaft möglich wird. Was Sprache , kann sich philosophisch nur in der Reflexion der Grenzen wissenschaftlicher Sprachbeschreibung zeigen” (S. 421).

Stetter beschreibt in seinem Aufsatz nacheinander die Zusammenhänge der Überlegungen von Ferdinand de Saussure, Roman Jakobson und Noam Chomsky und möchte auf diese Weise die Grenzen der strukturalen Sprachwissenschaft beschreiben. Das Werk Noam Chomskys markiert hierbei für Stetter

“das Ende strukturalen Sprachverständnisses” (ebd.).

Den drei Personen sind in dem Aufsatz Stetters jeweils drei eigene Abschnitte gewidmet, die jedoch äußerst singulär für sich stehen und auf diese Weise auch einzeln gelesen und verstanden werden können. Das verleitet mich dazu, an dieser Stelle mit der Einleitung zu schließen und für jeden einzelnen Abschnitt einen eigenen Eintrag zu schreiben. Dem geneigten Leser wird später möglich sein, die einzelnen Einträge aufzurufen und dem spezifisch interessierteren Leser wird so nicht mehr Information geboten, als er persönlich benötigt und vielleicht für nötig hält.

Stetter, Christian, 1996: Strukturale Sprachwissenschaft: (20. Jahrhundert). S. 421-445 in: Borsche, Tilman (Hrsg.): Klassiker der Sprachphilosophie: von Platon bis Noam Chomsky. München: Beck

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