Alle Mann über Bord!

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Wer bleibt, der erlebt den Untergang, der spürt die Empfindung mit Haut und Haaren. Wenn es einen Steuermann für diese See gäbe, er würde Popeye seine Rationen Spinat spendieren, weil das Ruder zu halten genug Herausforderung und Training für seine Muskelkraft bedeutete. Der Captain ist man selbst, die Crew, es gibt sie nicht, und ein Kraftmaxe ist nicht zur Hand. Auf die Perspektive kommt es an, und aus welcher Sicht man die Dinge betrachtet, doch der Schatz den man zu heben gedenkt, die Medaille, die man findet, sie hat zwei Seiten. Sich drehen und wenden, die eine Hälfte nicht zu seiner machen, das ist nicht jedermanns Angelegenheit. Die unruhige See birgt Sirenen, und doch gibt es keinen Odysseus, soll es ihn nicht geben, der sich vor ihren Stimmen in Acht nimmt, der sich fürchtet und flieht, der Angst ins Angesicht zu glotzen, wenn es nötig wird. Es ist soweit! Schau hin, der Spiegel verrät die Wahrheit, nimmt niemanden aus und weist jeden zurück, der sich ihm aus den falschen Gründen nähert. “Pass auf!”, hallt es durch die trocken-kalte Luft. “Gib Obacht”, schließt es an, “sonst ist es vorbei, noch ehe es begann.” Die Karte für das unwegsame Gelände trägt er in seinem Kopf, die Hoffnung barg der Schlüssel, der seinen Fingerspitzen entglitt, aus der Kammer des Schreckens zu entfliehn. “Macht auf…” – Es wird dunkel.

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