Müssen oder wollen, …

… das ist hier die Frage. Beim Stöbern durch die tagesaktuellen Nachrichten stieß die Redaktion auf nicht zu unterschätzende, medial prostituierte Geplänkel von ehemaligen DSDS-Kandidaten. Namentlich geht es um Küblböck und Klaws. Ersterer soll Letzterem in dessen Augen Homosexualität vorgeworfen haben. Das schreit schon beinahe zum Himmel.

In der Netzeitung findet sich folgendes Zitat von Klaws:

“Ich bin gerade im Studio und arbeite rund um die Uhr an meinem neuen Album. Wegen dem Mist, den Daniel da behauptet hat, ist mir ein ganzer Tag flöten gegangen, weil ich am laufenden Band Interviews geben musste.” (Netzeitung vom 13.09.2005)

Die Frage sei an dieser Stelle erlaubt, ob Klaws denn unbedingt seinen Senf dazu geben musste, oder ob es nicht eher so war, dass er es wollte, kommt ihm der Presserummel doch irgendwie auch zugute, selbst wenn seine weiblichen Fans von der Aussage Küblböcks ein wenig irritiert gewesen sein mochten. Ein dritter, ehemaliger DSDS-Kandidat, Nektarios, soll, wie ebenfalls in der NZ nachzulesen ist, Klaws Stockheterosexualität bezeugen können. Schade nur, dass keiner der Kandidaten den Namen Kinsey zu kennen scheint. Noch 50 Jahre nach dessen revolutionären Ergebnissen im Bereich der Sexualforschung scheint es naiv davon zu sprechen lediglich heterosexuelle Neigungen zu verspüren. Wenn man es jedoch recht bedenkt, wirkt Klaws durchaus noch pubertierend und bei weitem nicht gereift. Aus diesem Grund sei ihm diese, von Stolz und mangelndem Selbstbewusstsein getriebene Rechtfertigungsaktion, die ihn einen ganzen Studiotag kostete, nachgesehen. Die Leser sollten sich jedoch die Frage stellen, ob sie selbst immer müssen, wenn sie davon reden, und nicht vielleicht eher wollen.

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