Millennium Silvesterparty featured by Basti, Mel und mir

31.12.1999: Meine Mutter kommt vormittags nach Remscheid gefahren. Ich habe sie mit auf die Silvesterparty eingeladen, was wohl gleichzeitig eine Initialzündung bedeutete, denn Basti hat im Anschluss daran, seine Eltern und ein paar Verwandte auch eingeladen. Ich habe die Tage zuvor schon immer spät ins Bett gefunden, und so war es auch gestern, so dass ich heute (31.12.) erst spät aufgestanden bin. Für die anderen beiden Partymacher wohl zu spät, denn die beiden wahren etwas unzufrieden über mein so spätes Erscheinen. Ich habe meinen Verstärker umsonst abgekabelt, wie ich feststellen musste. Als ich in der Ponderosa ankam, hatte Mels Bruder bereits seinen Verstärker geholt. […]

Zur Ponderosa: Die Ponderosa ist eine alte, im Westernstil eingerichtete Kneipe. Das Häuschen steht in unmittelbarer Nähe von Bastis Wohnhaus.

[…] Zuerst haben wohl eine Hand voll Leute den Raum eingerichtet und Basti seinen Computer und die Musikanlage aufgebaut, als ich und meine Mutter dann dort ankamen. Uns war es später noch möglich, ein paar Brötchen zu schneiden und ein wenig schick zu belegen. 🙂 Zum angegebenen Termin, gegen 19:30 Uhr, trudelten erst wenige bis gar keine Leute ein, erst später sollte es dann voller werden. […]

Zur Stimmung: Die Stimmung am Abend war lange Zeit recht mäßig und wurde auch erst gegen Ende nur ein wenig besser. Gründe dafür gab es meiner Meinung nach diverse. Ein paar Leute haben zumindest versucht, ein wenig Stimmung zu machen. Das wurde aber nicht von allen so richtig gut aufgenommen. Wohl ein Grund für die eher durchwachsene Stimmung war ein Teil der geladenen Gäste. Ein anderer Grund fand sich in der wohl zu bassbetonten Musikauswahl. Dem DJ ist mittlerweile selbst aufgefallen, dass die Party ein wenig anders gelaufen wäre, wenn er denn ein wenig Stimmungsmusik aufgelegt hätte.

[…] Die Getränke, die wir gekauft haben, waren insgesamt zu großzügig bemessen. Uns ist noch einiges über geblieben. Aber noch mehr ist uns an Essen übergeblieben, vor allem belegte Brötchen gab es hinterher noch zu genüge. Vielleicht hat es den Leuten einfach nicht geschmeckt. Oder sie waren schon satt gewesen, als sie auf unsere Party gekommen sind. […]

Harte Fakten: Nun, einige Dinge gibt es meiner Meinung nach doch noch zu berichten, nicht unbedingt nur fröhlicher Natur. Zum einen haben einige Leute auf der Party über den Durst getrunken. Namen möchte ich nicht unbedingt nennen, das muss nicht sein, doch näher erläutern muss ich die Dinge schon, finde ich. Zwei Freundinnen von Mel haben eindeutig mehr getrunken als sie vertrugen. Beide mussten sich, als mehr oder weniger logische Konsequenz daraus, auf der Party übergeben. Der einen ist ziemlich übel geworden und sie hatte es in dem Moment aus gesundheitlichen Gründen nötig, dass man sich um sie kümmerte. Aber gerade bei ihr habe ich mich persönlich gefragt, wieso sie dermaßen einen über den Durst gekippt hat, zumal sie keinem auf der Party etwas hätte beweisen müssen. Und die andere Freundin von Mel; bei ihr musste man Obacht geben, weil sie sonst einiges in ihrem Rausch kaputtgeschmissen hätte, ohne es zu merken. Auch ließ sie der Alkohol recht aufdringlich erscheinen, und so warf sie sich einigen Jungen um den Hals, die mehr oder weniger davon begeistert waren; zumal sie das Mädchen teilweise auch gar nicht vorher gekannt hatten und an diesem Tag zum ersten Mal gesehen haben. Die Reihe derer, die einen über den Durst getrunken haben, ist aber noch lange nicht zu Ende. Wer also hat noch einen über den Durst getrunken? Ein Freund von Mel, der, wie wir hinterher erfahren haben, Diabetiker ist, hat dummerweise auch einen über den Durst getrunken und für ihn mussten wir dann auch einen Krankenwagen rufen, da er uns in seinem Zustand wahrscheinlich abgenippelt wäre. Ein Glück, dass zumindest einer davon gewusst hat, dass der junge Mann Diabetiker ist, sonst wäre er wahrscheinlich heute nicht mehr lebendig.

Nun, dann war dort noch Bastis Vater, der auch mehr getrunken hatte, als ihm gut tat. Seiner Stimmung tat das keinen Abbruch, aber man hat es ihm, wenn man selbst nur ein Glas Sekt während der ganzen Feierlichkeiten getrunken hat, schon angemerkt. Er wurde aber eher munter durch den Alkohol und tanzte fröhlich mit den Jungen Leuten mit, selbst zu Techno und Trance, wusste er sich noch zu bewegen. Ein Mal wohl, hat er sich zu unvorsichtig bewegt und ist dabei gegen eine Tischkante geknallt. Durch den Alkohol betäubt, empfand er an dem Abend keine Schmerzen. Am nächsten Morgen jedoch wand er sich vor Schmerzen und musste ins Krankenhaus, wo man feststellte, dass er sich zwei Rippen gebrochen hatte. Wenn ich Bastis Vater genannt habe, dann muss ich auch meine Mutter nennen, die sich durchaus auch etwas anders benommen hat – Alkohol sei Dank. Nicht zu schlecht, immerhin hat sie noch einen Kopf gehabt, um zum Beispiel das Erbrochene von Melas Freundinnen wegzuwischen. Sie wurde durch den Genuss des Alkohols allerdings ein wenig sentimental.

Nun die schönen Dinge: Meine Mutter war sehr gerührt, dass ich sie eingeladen hatte und ich hatte gleichfalls das Gefühl, dass ich damit keinen Fehler gemacht hatte und unser beiderseitiges Verhältnis etwas persönlicher habe werden lassen. Auch mit meiner Freundin hat sich das Verhältnis an dem Abend eher noch verbessert. Harter Fakt ist auch, dass eine Freundin von Mel, die noch eine weitere Freundin mitbrachte, sich an einen Tisch setzten und sich nicht regten, dann aber nach einer Stunde Aufenthalt wieder verschwanden. Mein Eindruck? Ihnen hat die Party nicht gefallen. 😉

Gegen Ende der Party habe ich dann noch einige Leute mit dem Auto nach Hause gebracht. Ich war als einziger dort in der Lage dazu, weil ich den ganzen Abend über nur ein Glas Sekt getrunken hatte.

Am nächsten Tag – d. h. wir haben wohl bis um 7:00 Uhr am Morgen noch gefeiert -, am 01.01.2000, gegen Mittag, sind wir dann noch in die Ponderosa zum Aufräumen. Auch der Vermieter tauchte dann auf, und ich muss sagen, dieser Herr ist eine recht genaue Type und jemanden der so pingelig ist, habe ich dort zum ersten Mal getroffen. Abschließend bleibt noch zu sagen, dass wir noch leben, die Welt ist 2000 nicht untergegangen.

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